Wahrscheinlichkeiten in der Galaxie
Ein Verteilungsmodell für habitable Planeten
Copyright © Klaus Piontzik Claude Bärtels

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3.4 - „Wieviel Sternlein stehn?“

Die Frage die hier entsteht lautet: Wie viele Sterne muss man untersuchen, um eine „Erde 2“ zu finden?
Es lassen sich wieder zwei Fälle unterscheiden, da die Wahrscheinlichkeit F
e, für erdähnliche Planeten, minimal 0,01 und maximal 0,1 betragen kann.



FALL 1 (Fe1 = 0,1)

Die Wahrscheinlichkeit, unter habitablen Planeten, eine „Erde 2“ zu finden:

Fgae1 = Fg·Fa·Fe1
Fgae1= 1.212:3.286 · 51:130 · 1:10
Fgae1= 0,014.469 = 1:69

Das heißt: unter 69 habitablen Planeten ist eine „Erde 2“ zu finden.

Um diese habitablen Planeten zu finden müssten etwa 4.140 sonnenähnliche Sternsysteme untersucht werden, die Planeten besitzen. Das wären etwa 289.800 sonnenähnliche Sternsysteme. Dazu müsste man, mit dem Keplerteleskop, dann insgesamt 1,035 Millionen Sternsysteme untersuchen. Das ist etwa das 6,9-fache der bisher untersuchten Sternenmenge.

Konsequenz 1:

Unter etwa 1,05 Millionen Sternsystemen ist wahrscheinlich ein System zu finden, welches eine „Erde 2“ enthält. Das entspricht gerundet der 6,9-fachen Menge an Sternen, die durch das Keplerteleskop bisher untersucht worden sind.



FALL 2 (Fe2 = 0,01)

Die Wahrscheinlichkeit, unter habitablen Planeten, eine „Erde 2“ zu finden beträgt:

Fgae2 = Fg·Fa·Fe2
Fgae2= 1.212:3.286 · 51:130 · 1:100
Fgae2= 0,001.446.9 = 1:691

Das bedeutet: unter 691 habitablen Planeten ist eine „Erde 2“ zu finden.
Um diese habitablen Planeten zu finden, muss man 41.460 sonnenähnliche Sternsysteme untersuchen, die Planeten besitzen.
Somit müssten 2.902.200 sonnenähnliche Sternsysteme und insgesamt 10,365 Millionen Sternsysteme beobachtet und analysiert werden. Das ist das 69-fache der bisher untersuchten Sternenmenge.

Konsequenz 2:

Unter etwa 10,365 Millionen Sternsystemen ist wahrscheinlich ein System zu finden, dass eine „Erde 2“ enthält. Das ist die 69-fache Menge an Sternen, die bisher durch das Keplerteleskop untersucht worden sind.


Beide Fälle zusammengefasst ergibt folgende Aussage:

3.4.1 Satz Die 6,9-fache bis 69-fache Menge an Sternen, die mit dem Keplerteleskop bis 2013 untersucht worden sind, werden noch benötigt um eine „Erde 2“ zu finden.


Aktuell findet, durch neuere Satelliten und verfeinerte Technologien, eine fast exponentielle Erfassung von Planeten statt. Es ist damit zu rechnen, dass innerhalb der nächsten Jahrzehnte eine zweite Erde gefunden wird.

 

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176 Seiten
84 farbige Abbildungen
9 Tebellen

ProduKtion und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 9-783-7528-1229-9

Preis: 22 Euro