Wahrscheinlichkeiten in der Galaxie
Ein Verteilungsmodell für habitable Planeten
Copyright Klaus Piontzik Claude Bärtels

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1.2 - Daten des Kepler-Satelliten

Kepler-Satellit   Die Suche nach Exoplaneten wird gegenwärtig durch das Satelliten-Teleskop Kepler realisiert. [2] Kepler ist ein Weltraumteleskop der NASA. [3] Es wurde am 7. März 2009 gestartet, um nach extrasolaren Planeten, [1] zu suchen. [4] Durch Erik Petigura von der University of California in Berkeley wurde 2013 eine Auswertung von genau 150.000 Sternen vorgenommen.
Das Teleskop Kepler identifizierte unter den 150.000 beobachteten Sternen 42.000, die unserer Sonne ähneln, also Sterne der Spektralklasse G. In deren Umlaufbahnen hat "Kepler" insgesamt 603 Systeme mit Planeten entdeckt. 10 Planeten davon sind etwa erdgroß und umkreisen ihren Stern in der sogenannten bewohnbaren (habitablen) Zone, [5] wo lebensfreundliche Temperaturen herrschen. [6]

Zur Auswertung der Keplerdaten benutzt man Schwankungen der Helligkeit von Sternen, die einen Transit eines Planeten vor seiner Sonne kennzeichnen.
Aufgrund der unterschiedlichen Bahnneigungen der Planeten gegen unsere Sichtlinie tritt allerdings nur bei einem Teil erdähnlicher Planeten eine, aus unserer Richtung beobachtbare, Bedeckung auf. Die geometrische Wahrscheinlichkeit FK, eines solchen Transits für die Erde liegt bei 0,47 % 1/213 %. [2] [7]

Es könnten daher maximal noch etwa 213 mal so viele Systeme mit Planeten vorhanden sein. Bei 603 entdeckten Systemen ergibt das 128.439 unentdeckte Planetensysteme. Das sind 85,6 % der beobachteten Sterne. Damit könnten maximal auch 85,6 % aller Sonnensysteme, in der Galaxie, über Planeten verfügen.

 

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176 Seiten
64 farbige Abbildungen
9 Tabellen

ProduKtion und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 9-783-7528-1229-9

Preis: 22 Euro