Wahrscheinlichkeiten in der Galaxie
für Leben, Intelligenz und Zivilisation

Ein Verteilungsmodell

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Klaus Piontzik

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18.2 - Die heutige Situation

Dieses Paradoxon wurde 1950 aufgestellt. Inzwischen sind 65 Jahre vergangen und die Situation hat sich entscheidend verändert. 1950 lagen nur ein paar UFO-Sichtungen vor. Heute geht die Zahl in die Zehntausende. Allein die Organisation MUFON hat über 70.000 Fälle dokumentiert. Und ein Teil davon kann durch die extraterrestrische Hypothese erklärt werden.

Nach Satz 6.6.1 könnten zwischen 3 – 71 technologische Zivilisationen, auf einer „Erde 2“, in unserer Galaxie existieren, die interstellare Raumfahrt betreiben.
Nach Satz 7.3.2 könnten zwischen 1 – 12 alte technologische Zivilisationen in unserer Galaxie existieren, die uns auch besucht haben könnten. Zudem hat Kapitel 7 ja gezeigt das es durchaus möglich ist, dass wir auch schon in der Vergangenheit von außerirdischen Spezies besucht worden sind.
Insgesamt sind damit die im Paradoxon erwähnten Beobachtungen unvollständig.

Und, wäre es nicht recht naiv zu glauben, anwesende Aliens würden sich auch öffentlich zeigen? Eine vergleichbare Situation ergibt sich hier auf der Erde bei der Primatenforschung.
Um eine Horde Gorillas in ihrer natürlichen Umgebung mit ihrem natürlichen Verhalten zu studieren, muss man als Beobachter unsichtbar bleiben.
Zeigt man sich den Gorillas, so wird die Situation schlagartig verändert und die Gorillas verhalten sich nicht mehr natürlich. Die Vorgehensweise von Primatenforschern besteht darin, die Affen zu begleiten und erst wenn diese sich an den Besucher gewöhnt haben und zu ihrem natürlichen Verhalten zurück kehren, mit der eigentlichen Feldforschung zu beginnen.
Ähnlich verhält es sich mit der Erdbevölkerung und den Aliens. Sollte eine außerirdische Spezies hier öffentlich landen, wäre die gesamte psychologische Situation auf der Erde verändert.
Wollen Außerirdische uns studieren und ihre Experimente betreiben, so ist es angebracht unentdeckt zu bleiben.

Eine Reihe von außerirdischen Spezies dürfte um ein Vielfaches älter sein, als unsere Zivilisation. In ihren Augen wären wir quasi nur bessere Primaten oder einfach nur Primitive.
Damit ist also auch das im Paradoxon erwähnte Verständnis unvollständig bzw. fehlerhaft. Daher können wir hier folgern:

18.2.1 Satz Das Fermi-Paradoxon ist überholt und kann entfallen.


In Anbetracht der heutigen Geschehnisse und Erkenntnisse und der Betrachtungen dieses Buches (speziell Kapitel 7.5) ist das Fermi-Paradoxon veraltet.

 

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228 Seiten, davon 23 in Farbe
67 Abbildungen
10 Tabellen


ProduKtion und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-7494-9653-2

Preis: 15 Euro