Wahrscheinlichkeiten in der Galaxie
Ein Verteilungsmodell für habitable Planeten
Copyright © Klaus Piontzik Claude Bärtels

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16.4 - Keine Antwort

Das kann mehrere Gründe haben:

1 Es gibt keine Zivilisation im Umkreis von 55 LJ.

2 Es gibt eine Zivilisation im Umkreis von 55 LJ, die niedriger entwickelt ist, als unsere Zivilisation und noch keine elektromagnetischen Wellen kennt.

3 Es gibt eine Zivilisation im Umkreis von 55 LJ, die höher entwickelt ist, als unsere Zivilisation und keine elektromagnetischen Wellen mehr benutzt.

4 Es gibt eine Zivilisation im Umkreis von 55 LJ, die aber nicht kommunizieren will.

5 Wir hören mit SETI an der falschen Stelle, denn wenn eine Physik für interstellare Raumfahrt existiert (Axiom 6.6.1), dann gibt es auch eine Nachrichtenübertragung auf dieser Basis, also so etwas wie Hyperfunk. Und der ist sicher NICHT elektromagnetischer Natur und auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit von EM Wellen limitiert.


SETI verhält sich daher so, als ob man auf Trommelzeichen wartet, während die anderen miteinander telefonieren, oder Funkverkehr betreiben.
Durch SETI konnte bisher ein Gebiet mit einem Radius von 55 Lichtjahren untersucht werden. Im Umreis von 55 Lichtjahren liegen über 1.000 Sonnen.
Es bleibt nur noch der Fall, in dem eine, ein paar hundert oder tausend Lichtjahre, entfernte Zivilisation vor Hunderten von Jahren ein Signal losgeschickt hätte, das uns dann heute erreichen würde. Das wäre aber ein unglaublicher Glücksfall.

Wir können eher davon ausgehen, dass eine interstellare Nachrichtenübertragung, auf Grundlage einer mehrdimensionalen Physik, existiert und diese von raumfahrenden Spezies benutzt wird.
Nach solch einer Physik müssen wir suchen, um mit einer anderen Zivilisation in der Galaxie in Kommunikation treten zu können.


Ergänzung

Ein Hauptproblem der Radioastronomie liegt darin begründet, dass die Intensität der Signale im Quadrat zum Abstand abnimmt. Damit ist in 55 Lichtjahren Entfernung die Intensität üblicher Funk-, Radio-, Fenrseh- usw. Signale derart gering, das nicht mehr messbar.
Diser Effekt bewirkt eine Verschlechterung der Wahrscheinlichkeit ein "normales" Signnal von einer anderen Zivilisation zu empfangen. Verbleiben aber noch genügend starke Signale, wie etwa die Botschaft die 1974 über die Arecibo Antenne gesendet wurde oder das wow-Signal. Nach solchen Signalen wird ja auch gesucht.
Daher beeinträchtigt der Intensitäts-Effekt nicht die weiteren Betrachtungen zu SETI, zu Entfernungen und Zeiträume.
Von daher kann man die bisherigen SETI Betrachtungen als "best case szenariao" betrachten

Aufgrund der bewusst gesendeten Signale in den letzten Jahrzehnten können wir sagen das in unserer ummittelbaren Umgebung (<20Lj) keine Zivilisationen existieren die über elektromagnetische Wellen mit uns kommunizieren können oder wollen oder dazu in der Lage sind.

 

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176 Seiten
84 farbige Abbildungen
9 Tabellen

ProduKtion und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 9-783-7528-1229-9

Preis: 22 Euro